Auf einer unserer Frankreich-Touren entdeckten wir neulich dieses wunderbare Chateau. - Chateau Quatre Saisons.
Eine Weile schlichen wir um das gesamte Gelände - vielleicht haben wir ja Glück und finden einen Weg hinein ... Viel war von außen nicht zu sehen: Das Unkraut wuchert sehr hoch um das gesamte Anwesen und verdeckt die Sicht auf die Ruine. Alles ist versperrt. Nur eine Möglichkeit blieb uns. Wir mussten klettern, um durch die offenen Fenster eines ziemlich verfallenen Nebengebäudes nach innen zu gelangen.
Dach und Decken sind komplett eingestürzt und wir balancieren über
Bretter mit Näglen, allerlei Müll und unendlich viele Steine, bis wir
durch das erste Gebäude in den Garten gelangen.
Hier kämpfen wir uns durch das Gestrüpp vor zum Hauptgebäude, das
ebenfalls weder Dach noch Decken besitzt. Die Struktur
aber steht mit riesigen Granitblöcken und Sandstein. Der Innenraum
wurde verwüstet und geplündert. Sehr viel darüber habe ich nicht
gefunden. Der Bau wurde in den Jahren 1854 bis 1861 von der Witwe eines
Textilindustriellen zum Gedenken an ihn in Auftrag gegeben. Dieser starb
vorzeitig im Alter von
46 Jahren.
Zeitweilig wurde der Bau vom
Abriss bedroht, steht aber nun unter Denkmalschutz.
Gebaut wurde in
hoher Qualität; Parkett mit Intarsien, üppige Treppen, Marmor-Kamine,
Skulpturen, Wandteppiche. Es war nichts zu gut und nichts zu kostspielig.
Davon ist
leide gar nichts mehr zu sehen. Ursprünglich verbunden zwei große
Fenster das Hauptgebäude mit zwei Nebengebäuden.
Nach hinten öffnete
sich eine große Veranda mit Säulen, die die vier Jahreszeiten verewigen
...
... diese haben mich besonders beeindruckt - sie sind wunderschön und noch sehr gut erhalten.














